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Nachrichten aus Kaliningrad Nr. 9 - September 2010 - 18. Jahrgang Donnerstag, 09. September 2010
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Wirtschaft 02. 03. 2010
Geflügel aus den USA? Nein, danke!
![]() Frische Ware auf dem städtischen Zentralmarkt. Foto: I.S. Die russische Sanitätsbehörde verbot kürzlich mit Chlor bearbeitetes Hühnerfleisch aus den Vereinigten Staaten von Amerika einzuführen. Ein Importrückgang wird die Folge sein.
Die russische Sanitätsbehörde verbot kürzlich mit Chlor bearbeitetes Hühnerfleisch aus den Vereinigten Staaten von Amerika einzuführen. Ein Importrückgang wir die Folge sein.
Auch wenn der Einsatz von Chlor bei Nahrungsmitteln in den USA als unbedenklich gilt, so hält sich in Russland trotzdem die Meinung, dass diese Verarbeitungsweise die Gesundheit der Verbraucher gefährden könnte. Russland verfügt über so viele Geflügelproduktionsbetriebe, dass der Inlandsbedarf komplett aus Eigenproduktion gedeckt werden könnte. „Ein Teil dieser Produktionskapazität, nämlich 400.000 Tonnen Geflügelfleisch pro Jahr, wurde nur stillgelegt, weil der Markt zunehmend von Importware aus den USA eingenommen wird.“ Das erklärte vor kurzem Sergej Lisovskij, der Vizepräsident des Verbandes russischer Geflügelfleischher-steller Rosptizesojus. Die Importquoten für Geflügelfleisch werden in Russland je nach Stand der einheimischen Produktionskapazitäten geregelt. Der Anteil importierter Ware in diesem Marktsektor sank nach Angaben des Agrarmarketinginstituts allein 2009 auf nur 27Prozent . Die regionale Nahrungsmittelindustrie entwickelt sich so schnell, dass die Preise beispielsweise für Geflügelfleisch schon seit zwei Jahren stabil bleiben. Die Produktions- und Verarbeitungsbetriebe sind auf dem neuesten Stand der Technik. Kaliningrader Baltptizeprom ist ein solcher Betrieb, in dem gleichzeitig bis zu 43.000 Hühner Platz haben und bis zu einem Gewicht von zwei Kilo herangezogen werden.
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