Maritimes
02. 02. 2010
Überfischung verhindern

Die Fangproben aus dem Pazifik werden jetzt in Labors umfassend untersucht. Foto: I.S.
Das Fischereiforschungsschiff „Atlantida“ ist nach einer fünfeinhalb Monate langen Reise in den Heimathafen zurückgekehrt.
Das Ziel der Expedition war es, die Größe der Fischbestände im südöstlichen Teil des Pazifik zu erkunden. Es waren gerade die Kaliningrader Wissenschaftler, die dort seinerzeit große Vorräte an Schildmakrelen entdeckt hatten. Die Forschungsreise der „Atlantida“ ergab, dass der Bestand an Schildmakrelen in diesen Gewässern seitdem erheblich zurückgegangen ist.

Der Grund dafür liegt offensichtlich in der Überfischung, weil viele Länder jahrelang einen unkontrollierten Fischfang in diesem Teil des Weltmeeres getrieben haben. Anfang dieses Jahres traten endlich international gültige Beschränkungen für den Fischfang im südöstlichen Teil des Pazifik in Kraft.

Die Expedition brachte aber auch etwas Erfreuliches in Erfahrung: große Schildmakrelenschwärme, vorwiegend Jungfische, wurden entlang des 125. Grades westlicher Länge entdeckt. Die entnommenen Fangproben sollen jetzt in Kaliningrad einer Molekular- und Genuntersuchung unterzogen werden. Letztere soll es ermöglichen, wissenschaftlich begründete Richtlinien für den Fischfang auszuarbeiten, damit es in Zukunft zu keiner Überfischung des Weltmeeres mehr kommt.

So umfassend und gründlich, wie es die Kaliningrader Wissenschaftler jetzt mir ihrer Forschungsreise gemacht haben, wurde der Pazifik in seiner ganzen Breite von Chile bis nach Neuseeland seit über sieben Jahren nicht erforscht, obwohl die Bedeutung seiner Fischbestände für die internationale Hochseefischerei kaum zu ermessen ist.
Allein die Tatsache, dass diese Forschungsreise unternommen wurde, belegt das Vorhaben des staatlichen Fischereikomitees Rosrybolovstvo, die Hochseefischerei streng auf wissenschaftlicher Basis zu betreiben.

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Quelle:Russ. Zentralbank