Städtebau
02. 02. 2010
„Windoper“ – ein neuer Begriff für Svetlogorsk

Bis jetzt fanden die meisten Konzerte in Svetlogorsk im Freien statt. Foto: Kinfa.
An einer hohen Steilküste in Svetlogorsk (ehem. Rauschen) hat man mit dem Bau eines neuen Musiktheaters begonnen. Neben dem Musiktheater soll ein neues Gebäude des Meeresmuseums errichtet werden.
Das architektonische Konzept basiert auf der Idee eines „Unterhaltungsmuseums“. Der Zuschauerraum der ultramodernen Kultureinrichtung wird 2.200 Menschen fassen können. Drei Stockwerke des imposanten Bauwerks spiegeln drei Meeresebenen – den Grund, die Oberfläche und die immensen Wassermassen dazwischen – wider. Die Wände und der Fußboden in beiden Gebäuden sollen zum Teil durchsichtig ausgeführt werden und dadurch den Anblick von eingebauten Aquarien und verschiedener Meeresexotik wie beispielsweise Wracks von einst gesunkenen Schiffen und dergleichen mehr ermöglichen. Die architektonische Komposition der beider Gebäude soll durch mehrere in Gruppen angeordnete Springbrunnen und einen Wasserfall kunstvoll untermalt werden.

Die Bühne wird in der Windoper – auf diesen Namen ist das zukünftige Musiktheater jetzt schon getauft worden – so angeordnet sein, dass die Zuschauer einen romantischen Ausblick auf das abends von der untergehenden Sonne beleuchtete Meer bekommen können. Sie und der ganze Zuschauerraum sollen für verschiedene Vorführungen und Veranstaltungen geeignet sein, „damit hier außer Unterhaltungs- und Sinfoniekonzerten auch andere musikalische oder Theaterprojekte umgesetzt werden könnten“, so Gouverneur Georgij Boos.

Das Musiktheater, das dank seiner durchsichtigen bzw. durchbrochenen Bauweise leicht und schwebend erscheinen soll, sowie das mit stilisierten „Segeln“ ausgestattete Meeresmuseum sollen laut Projektunterlagen durch eine Wandelhalle mit der Treppe zum Strand verbunden sein. Außerdem soll hier noch ein kleines Kino mit 120 Sitzplätzen entstehen. Die Flaniermeile am Strand soll nach der Art eines Meeresboulevards ausgebaut und weiter bis nach Otradnoje (ehem. Georgenswalde) verlängert werden.

Gegenüber der Windoper wird sich eine Mole ins Meer hinaus erstrecken. Ihr Zweck wird es sein, die Wellen zu dämpfen und einen kleinen Yachthafen vom Meer abzugrenzen. Der Strand soll an dieser Stelle durch Sandaufschüttung verbreitert und ausgebaut werden. Die Umsetzung all dieser Baupläne wird mindestens 30 Millionen Euro an Investitionen erfordern.

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Quelle:Russ. Zentralbank