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Nachrichten aus Kaliningrad Nr. 9 - September 2010 - 18. Jahrgang Montag, 06. September 2010
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Kultur 02. 02. 2010
Musiker setzen sich gegen Kirche durch
![]() Arkadij Feldman präsentiert Schriftstücke und Fotos, die die wechselvolle Geschichte des Hauses in der Bakinskaja Straße 13 belegen. Foto: I.S. Das Kaliningrader Sinfonieorchester bleibt weiter Herr über das „Haus der Musik“. Der Anspruch der russisch-orthodoxer Kirche darauf ist abgewiesen worden.
Der Vorsitzende des Kaliningrader Haushalts- und Eigentumsrates Alexander Musevitsch, Bürgermeister Alexander Jaroschuk und Stadtverwalter Felix Lapin wiesen in einem gemeinsamen Beschluss den Anspruch der russisch-orthodoxen Kirche auf das „Haus der Musik“ zurück.
Der Leiter und Dirigent des Sinfonieorchesters, Arkadij Feldman, verteidigte seinen Standpunkt mit Argumenten, dass er und seine Kollegen über 15 Jahre lang ohne ein eigenes Zuhause auskamen und andere Leute um zeitweilige Unterkunft bitten mussten. Jetzt, nachdem sie das Haus in der Bakinskaja Straße eigenhändig saniert und renoviert haben, stellte die Kirche plötzlich ihren Anspruch darauf. (KE berichtete, sieh Nr. 12/2009). Das Gerangel um das Haus der Musik ging mehrere Monate hin und her. Arkadij Feldman wandte sich an Behörden und suchte Schutz bei der Öffentlichkeit. Er erreichte, dass ranghohe Beamte in die Bakinskaja Straße kamen und sich das umstrittene Haus aus der Nähe ansahen. Eine Schlacht ist gewonnen, aber nicht der Krieg. Die orthodoxen Geistlichen beanspruchen nämlich auch einige andere Bauten, die sich in Kaliningrad befinden. Auf ihrer Liste stehen beispielswiese der Königsberger Dom, die Gebäude des Disko-Klubs „Vagonka“ (ehem. Ratshöfer Kirche), des Puppentheaters (ehem. Königin-Luise-Kirche), der Philharmonie (ehem. Kirche der Heiligen Familie) und der Glier-Musikschule in der Uliza Ogarjova (ehem. Ottokarstraße).
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