Medizin
29. 06. 2018
Hilfe im Rhythmus des Herzschlags
Neue Medizintechnik macht es den Ärzten möglich, ihre Patienten im Fernverfahren zu überwachen.

Operationen am Herz setzen bei Ärzten und Krankenschwestern viel Fachwissen und das Vorhandensein praktischer Erfahrungen voraus. Foto: I.S.
Fachärzte des in Kaliningrad ansässigen Föderalen Zentrums für medizinische High-Tech-Methoden haben Patienten mit Herzinsuffizienz erstmals Defibrilliatoren jüngster Generation implantiert.

Diese Implantate gehören nach Meinung von Medizinexperten zu den kompliziertesten und intellektuell fortgeschrittensten Kardiogeräten unserer Zeit. „Sie bewirken, dass alle Herzkammern zeitgleich kontrahieren“, sagt ein Sprecher des Zentrums. „Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz erhalten dadurch viel mehr Chancen auf eine längere Lebenserwartung. Auch können mit diesem Know-How Herzrhythmusstörungen, darunter solche, die lebensbedrohlich sind, sehr schnell und sicher diagnostiziert werden.“

Angelika Postol, Fachärztin in der Station für Herzrhythmusstörungen und Elektrokardiostimulation, versichert, dass die obenerwähnten Implantationen sehr erfolgreich verlaufen sind. „Die neuen Geräte passen sich automatisch an die individuellen Besonderheiten der Nervenimpulse an, die im Körper des Patienten an dessen Herz geleitet werden“, sagt sie. „Außerdem weisen sie bessere ergonomische Eigenschaften auf und werden von Patienten nicht als störender Fremdkörper empfunden. Wir haben die entsprechende Software bereits aktiviert und die operierten Patienten an das extern funktionierende überwachungssystem angeschlossen.“

Von jetzt an erhält jeder Patient, dem ein solcher Defibrillator implantiert wird, einen Monitor, mit dem er die Daten seines Defibrillators zu beliebiger Zeit selbst prüfen und bei Bedarf seinem Arzt zwecks Analyse und nachfolgender Beratung im Fernverfahren rüberschicken kann. Das ist sowohl für den Patienten, als auch für den Arzt von großem Vorteil, weil dadurch Zeit gespart wird, eventuelle Störungen schnell erkannt werden und denjenigen Patienten geholfen wird, die das tatsächlich benötigen.

Das Implantieren von solchen High-Tech-Defibrillatoren, die in manchen Situationen über Leben und Tod eines Menschen entscheiden, erfolgt hier für einheimische Patienten und Patientinnen kostenfrei. Diese ärztliche Dienstleistung wird vom Staat auf Quotenbasis finanziert.




Devisenkurse: 29. 06. 2018
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Quelle:Russ. Zentralbank