Auf dem Land
31. 01. 2018
Autostraßen wegen Schweinepest gesperrt
Die gefährliche Tierseuche wurde Ende 2017 bei Wildschweinen in der Umgebung der grenznahen Städte Bagrationowsk und Laduschkin entdeckt.

Die bösartige Tierseuche Schweinepest – wenn sie schon ausbricht, dann in den meisten Fällen zunächst unter Wildschweinen. Foto: I.S.
Die Behörden treffen Maßnahmen gegen die Verbreitung der Tierseuche, sie haben in den betroffenen Gegenden eine Quarantäne verhängt. Auf Straßen, welche diese Territorien mit anderen Teilen des Kaliningrader Gebietes verbinden, sind Desinfektionsperren und Kontrollpunkte eingerichtet worden. Aufgabe der Letzteren ist es, den Güter- und Personenerkehr in den betroffenen Gegenden auf ein absolut notwendiges Mindestmaß zu beschränken und ein übergreifen der Seuche auf den restlichen Teil des Gebietes zu verhindern.

Die regionale Landwirtschaftsministerin Natalja Schewzowa hat eine Veterinär- und Polizeisperre unweit der Siedlung Rasdolnoje, wo der Autoverkehr besonders rege ist, besucht, um sich vor Ort davon zu überzeugen, dass alle Sicherheitsvorkehrungen und Vorbeugungsmaßnahmen getroffen werden. Die Sperre funktioniert im 24-Stunden-Betrieb, die wachhabenden Polizisten und Tierärzte bearbeiten die Räder und das Gestell der Kraftfahrzeuge mit Desinfektionsmitteln und prüfen, ob mit den Kfz Fleisch oder Fleischwaren, Jagdbeute, Tierfutter oder sonstige verbotene Güter befördert werden.

„Alle von der Tierseuche betroffenen Objekte sind umzäunt und mit Desinfektionssperren umgeben worden“, betont Ministerin Schewzowa. „Wir hoffen, die Schweinepest in dem Quarantänenbereich unterdrücken und die unvermeidlichen Verluste auf ein Minimum reduzieren zu können. Dazu werden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um ein übergreifen der Pest auf den restlichen Teil unseres Gebietes zu verhindern. Wir legen viel Wert darauf, dass sich alle zuständigen Dienste und die Privatpersonen in dieser Situation verantwortungsbewusst verhalten. Einen größeren ökologischen und wirtschaftlichen Schaden können wir nur durch gemeinsame Anstrengungen von uns allen verhindern.“

Die afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine hochansteckende Infektionskrankheit von Haus- und Wildschweinen. Die Todesrate kann bei ASP-Infektionen 100 Prozent erreichen. Gegen die ASP gibt es so gut wie keine wirksamen Vorbeugungs- und Behandlungsmittel. Die ASP-Viren sind äußerst resistent gegen die Witterungs- und sonstigen Einflüsse, sie bleiben bis zu 100 Tagen im Erdreich, im Mist und im gekühlten Fleisch sowie bis zu 300 Tagen im Schinken oder im Pökelfleisch erhalten. Im gefrorenen Fleisch bleiben die ASP-Viren bis zu 15 Jahren lebensfähig. Auf Holzbrettern, Backsteinen und sonstigen Oberflächen können sie bis 180 Tage existenzfähig bleiben.

Eine Ansteckung gesunder Tiere kann durch Kontakte mit ihren erkrankten bzw. schon verendeten Artgenossen, durch Kontakte mit Tierfutter oder fressbaren Abfällen, ganz besonders wenn diese Körperteile oder Eingeweide von geschlachteten kranken Schweinen enthalten. Kontakte mit Wasser, landwirtschaftlichen und sonstigen Werkzeugen sowie mit Verkehrsmitteln, die eventuell durch Schweinemist gefahren sind, können auch zur Verbreitung der Infektion führen.




Devisenkurse: 31. 01. 2018
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Quelle:Russ. Zentralbank