Stadt und Menschen
29. 09. 2017
„Wer gibt, dem wird nichts mangeln“
Patriarch Kyrill hat bei seinem jüngsten Besuch in Kaliningrad einen Gottesdienst in der Christus-Erlöser-Kathedrale gefeiert und ein neues Schulgebäude im russisch-orthodoxen Gymnasium eingeweiht.

Der Patriarch besteigt den ziemlich steilen Aufgang zur Christus-Erlöser-Kathedrale – dem Gotteshaus, von dem er geträumt hatte und das nun Wirklichkeit wurde. Foto: I.S.
Die Nachrichtenagentur „FederalPress“ berichtet darüber:

«Seine Heiligkeit hat sowohl zu der Kathedrale, als auch zum Gymnasium einen persönlichen und direkten Bezug: Die Kathedrale konnte dank seinen Bemühungen um das Aufbringen von Spenden errichtet werden und das Gymnasium wurde anhand von Entwürfen gebaut, die der Patriarch selbst angefertigt hatte.

Die Gläubigen hatten sich lange vor Beginn des Gottesdienstes vor der Christus-Erlöser-Kathedrale versammelt. Die feierliche Messe hat zwei Stunden lang gedauert.

Viele Anwesende fotografierten mit ihren Kameras und Smartphones praktisch jeden Schritt und jede Geste des Patriarchen. Dieser wandte sich nach dem Gottesdienst an die Versammelten mit einer Grußansprache. Er gestand, dass ihm die Kathedrale in Kaliningrad ganz besonders ans Herzen gewachsen sei:

„Ich musste, als diese herrlichen Wandbilder erblickte, an das Jahr 1996 zurückdenken und wie das alles damals begann. Die meisten von uns waren sich gar nicht sicher, ob etwas an dieser Stelle überhaupt entstehen würde. Als dann 1998 die Finanzkrise ausbrach, musste der Bau fast stillgelegt werden, es wurden am Bau nur ganz wenige Arbeiter weiter beschäftigt. Ich habe damals alle Gemeinden um Spenden für die Fortsetzung der Bauarbeiten gebeten. Und heute steht die Kathedrale praktisch ganz fertig da!“

Zu dem orthodoxen Gymnasium, das sich im Hof der Kathedrale befindet, hat Patriarch Kyrill auch einen persönlichen Bezug. Er hatte ja seinerzeit den Bau des Gymnasiums selbst initiiert und eine Skizze desselben eigenhändig entworfen. „Ich bin sehr froh, dass mein Traum hier, an diesem Ort, in Erfüllung ging“, sagte Kyrill in seiner Ansprache vor angetretenen Gymnasiasten bei der feierlichen Eröffnung des Schulgebäudes. Er besprengte die Jugendlichen mit Weihwasser und rief sie auf, im Unterricht fleißig für die Pflege ihres Geistes zu sorgen, aber auch die Seele nicht zu kurz kommen zu lassen.

Das neue Schulgebäude ist groß, es entspricht den Grundsätzen der modernen Baukunst. Man betritt die Vorhalle und merkt sofort, dass hier die Werte des orthodoxen Glaubens aktiv beigebracht werden: Die Wände sind mit Ikonen und einem Bildnis des Patriarchen geschmückt. Im Gymnasium werden nicht nur allgemeinbildende, sondern auch religiöse Fächer unterrichtet.

Das Gebietsoberhaupt Anton Alichanow beglückwünschte die Gymnasiasten zum Beginn des neuen Schuljahres und überreichte ihnen einen Gutschein zum Erwerb einer Multimedienanlage. Alichanow bezeichnete die Eröffnung des neuen Schulgebäudes und den hohen Besuch durch Seine Heiligkeit als das wertvollste Geschenk, das dem Gymnasium an diesem Tag zuteil werden konnte. Der Patriarch wurde auch beschenkt: Der Vorsteher der örtlichen Eparchie, Erzbischof Seraphim, überreichte ihm eine Gottesmutterikone.»




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Quelle:Russ. Zentralbank