Das Archiv des KÖNIGSBERGER EXPRESS
Kontroversen
Kreditaffäre zieht weitere Kreise
Das Vermögen der Kaliningrader Vertretung in Litauen ist für Schulden vor der Dresdner Bank gerichtlich eingezogen worden.
Das Vermögen, bestehend aus einem geschmackvollen Haus, in dem neben der Vertretung noch eine Pension untergebracht war, wurde für 23 Millionen Rubel (umgerechnet 676.470 Euro) verkauft. Zumindest liegen in dieser Preisspanne die Villen des vornehmen Stadtteils in Vilnius. Nicht wenige litauische VIPs, darunter auch der vom Parlament abgesetzte litauische Expräsident Rolandas Paksas, ließen sich hier ihre Domizile bauen.

Die Anwohner der stillen Rudians-Straße werden über dem Gebäude, das die Pechzahl 13 als Hausnummer hat, die russische Trikolore bald nicht mehr sehen können. Die Beteuerungen der Kaliningrader Beamten und ihrer Anwälte, dass der Kredit unter Verletzung der russischen Gesetze abgeschlossen wurde und somit ungültig sei, zeigte auf Experten internationalen Rechts keine Wirkung. Da die Kaliningrader Region stark verschuldet ist – mitsamt Zinsen würde sie jetzt 24 Millionen US-Dollar zurückzahlen müssen– schließt das Ortsblatt „Komsomolskaja Prawda“ nicht aus, dass noch weitere Vermögen der Oblast, sollten noch welche in Litauen entdeckt werden, zugunsten des Gläubigers eingezogen werden könnten.



Devisenkurse: 30. 04. 2013
1 EUR = 40,8400 Rbl
1 US$ = 31,2600 Rbl
Quelle:Russ. Zentralbank