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Nachrichten aus Kaliningrad
Nr. 5 - Mai 2013 - 21. Jahrgang Donnerstag, 23. Mai 2013 |
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Das Archiv des KÖNIGSBERGER EXPRESS
Kultur
Dom bekommt neue Orgel
Im Königsberger Dom wird eine der größten Orgeln der Welt montiert. Die damit beauftragten Techniker setzen alles daran, dass die Akustik des neuen Instrumentes so gut wie möglich mit der seines Vorgängers, welcher im Königsberger Dom im 17. Jahrhundert installiert wurde, übereinstimmt. Den majestätischen Klängen der alten Königsberger Domorgel haben einst der Philosoph Immanuel Kant, der Schriftsteller Theodor Amadeus Hoffmann und sogar der russische Zar Peter der Erste zugehört.
Musikspezialisten behaupten, dass im Orgelbau seit 300 Jahren nichts Neues erfunden wurde. Das heißt aber nicht, dass alle Orgeln gleich sind. Im Gegenteil: Jede Orgel ist ein Unikat und es gibt wohl keine zwei Orgeln, die einander völlig kongruent sind. Eine Orgel erhält durch die Zahl und Zusammensetzung ihrer Blasrohre und Tonregister ihre Individualität. Jedes Blasrohr wird per Handarbeit aus einer Zinnblei-Legierung gefertigt. Bevor es in der Orgel befestigt wird, muss es sorgfältig poliert werden. Ein beachtlicher Arbeitsaufwand, denn die große Orgel des Königsberger Domes soll insgesamt über 7.000 Blasrohre erhalten! Laut Bauplan soll die Vorderseite der neuen Orgel mit der des alten Instrumentes aus der Königsberger Zeit, das im Jahre 1944 Opfer eines durch britische Luftangriffe ausgelösten Brandes wurde, identisch sein. Einige ihrer wesentlichsten Bestandteile, darunter die Holzschnitte der Jungfrau Maria und eines Fönixvogels, sind schon fertig. Sie und die restlichen Fragmente der Orgel-Fassade werden mit Blattgold überzogen. Die Nachrichtenagentur „Westi.ru“ berichtet, dass die neue Orgel mit der schon bestehenden durch ein ausgeklügeltes elektronisches Steuersystem zu einer musikalisch-technischen Einheit verbunden werde, die ein gleichzeitiges aufeinander abgestimmtes Spiel beider Instrumente ermöglichen soll. |
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