Das Archiv des KÖNIGSBERGER EXPRESS
Geschichte & Kultur
Alte Freske erwacht zum neuen Leben
Die Restauration des berühmten Wandgemäldes in Gussew/Gumbinnen geht ihrem Ende zu. Viele Jahre verbarg sie sich unter einer dicken Ölfarbschicht. Hochqualifizierte Restaurateure der St. Petersburger Eremeitage-Kunstsammlung setzen nun in Gussew ihr Können unter Beweis.
Die gewaltige, fast 32 Quadratmeter große Freske stammt vom deutschen Maler Otto Heichert. Er schuf sie im 19. Jahrhundert zum 200. Jahrestages der so genannten großen Übersiedlung der Salzburger in das damalige Ostpreußen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie als Kunstwerk leider einfach übersehen und verschwand für Jahrzehnte unter einer dicken Farbschicht. Die Restauration des Meisterwerkes der preußischen Freskomalerei begann erst vor kurzer Zeit. Wjatscheslaw Mosgowoj, ein versierter Fachmann des weltberühmten St. Petersburger Eremitage-Museums hat sich der Wiederherstellung angenommen. Er machte sich bereits voriges Jahr mit der gelungenen Restauration des Königstores in Kaliningrad einen Namen.

Als Sponsoren der Restauration traten die Gebietsregierung, die Verwaltung des Rayons Gussew und die Salzburger Landsmannschaft auf.

Wer nach Gussew kommt und sich die Freske ansehen möchte, der frage bitte, wie er zur landwirtschaftlichen Fachschule (russisch: Selchostechnikum) komme. In dieser Bildungseinrichtung schmückt die Freske nämlich eine Wand.

Der Nachrichtenagentur „Dni.ru“ zufolge soll im selben Haus noch ein anderes, viel größeres und älteres Wandgemälde entdeckt worden sein.



Devisenkurse: 30. 04. 2013
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Quelle:Russ. Zentralbank