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Nachrichten aus Kaliningrad
Nr. 5 - Mai 2013 - 21. Jahrgang Dienstag, 21. Mai 2013 |
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Das Archiv des KÖNIGSBERGER EXPRESS
Umweltschutz
Umweltschutz ohne Grenzen
Mit der Eröffnung eines informationstouristischen Zentrums in der Siedlung Rybatschij (ehem. Rositten) auf der Kurischen Nehrung haben die deutschen Umweltschutztage in Kaliningrad ihren Anfang genommen. Sie wurden dann in Form von vier Forschungsseminaren fortgesetzt, bei denen nach Angaben der Zeitung „Kaliningradskaja Prawda“ eine heftige Diskussion über die ökologischen Probleme hierzulande entbrannte.
So zum Beispiel kritisierten die deutschen Umweltschützer das Vorhaben der zuständigen Baltijsker Behörden, ein in Polen entwickeltes Konzept auf der Frischen Nehrung verwirklichen zu wollen. Sie sprachen sich in diesem Zusammenhang für die Erhaltung dieser einmaligen Naturlandschaft der Region aus und lehnten die bevorzugte Schaffung einer touristischen Infrastruktur mit ihren zahlreichen Hotels und Restaurants ab. Gravierende Meinungsverschiedenheiten gab es auch im Seminar, welches zum erstenmal das Thema Ostseefischerei behandelte. Die Russen plädierten für eine verstärkte Entwicklung der Aquakultur, d.h. der industriellen Züchtung von wertvollen Fischarten wie Aale, Forellen, Karpfen und Störe in eigens dafür eingerichteten Teichen und Seen. Aus ihrer Sicht sei es ein sehr gewinnbringendes Geschäft. Die ausländischen Seminarteilnehmer machten ihre russischen Kollegen darauf aufmerksam, dass die industrielle Fischzüchtung die Umwelt, ganz besonders die anliegenden Gewässer unheimlich belastet. Schließlich ist seit langem bekannt, dass das Wasser in den Haffs von schwimmenden Mikroalgen ohnehin schon stark kontaminiert ist. |
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