Das Archiv des KÖNIGSBERGER EXPRESS
Geschichte & Kultur
Wer weiß mehr über die Synagoge in Königsberg?
In Kaliningrad wird es bald wieder eine Synagoge geben. Architektonisch wird sie dem jüdischen Gotteshaus, das es in Königsberg bis 1938 gab, sehr ähnlich sein.

Die Neue Liberale Synagoge in Königsberg. Quelle: JewishEncyclopedia.com
Bei der Umsetzung des Bauvorhabens „Neue Synagoge“ auf der Insel Oktjabskij sind Erdarbeiten und die gesamte Baustelleneinrichtung zu Ende gegangen. Der Titel des Bauvorhabens soll an die Neue Liberale Synagoge erinnern, die in Königsberg 1896 nach einem Projekt des Berliner Architekturbüros Cremer & Wolffenstein errichtet worden war und 1938 während der sogenannten Reichskristallnacht von den Nazis verbrannt wurde.

Die Neue Synagoge in Kaliningrad wird ihrem Königsberger Prototyp architektonisch fast in allen Details entsprechen. Zudem wird sie an der Stelle gebaut, an der einst die Neue Liberale Synagoge in Königsberg stand. Der Grundstein zu dem neuen Bau wurde bereits im Herbst 2011 gelegt. Dann musste man aber warten, bis der Zirkus, der damals das besagte Grundstück in Pacht hatte, an einen neuen Standort zog. Die jüdische Gemeinde in Kaliningrad setzte ihr Recht auf die Umsetzung des Bauvorhabens in mehreren Gerichtsprozessen durch und konnte endlich mit dem Bau beginnen, es steht jedoch noch sehr viel Arbeit bevor.

Die für das Bauvorhaben verantwortliche Stiftung „EZRA“ wendet sich an die internationale Öffentlichkeit mit der Bitte, ihr jegliche Informationen über die Neue Liberale Synagoge in Königsberg und das Architekturbüro Cremer & Wolffenstein an die E-Mail-Adresse ezra2015@mail.ru zukommen zu lassen. Die Stiftung ist gerne bereit, Fragen interessierter Personen zu beantworten.

Julia Oisboit, Stiftung EZRA Kaliningrad




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Quelle:Russ. Zentralbank