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Nachrichten aus Kaliningrad
Nr. 5 - Mai 2013 - 21. Jahrgang Donnerstag, 23. Mai 2013 |
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Das Archiv des KÖNIGSBERGER EXPRESS
Kriminelles
27 neue Straßenmädchen erfasst
In Kaliningrad ist die erste groß angelegte Aktion der Sittenpolizei gegen Straßenprostituierte zu Ende gegangen. Von den Straßen der Stadt wurden kürzlich 41 Mädchen des horizontalen Gewerbes auf die Polizeiwache gebracht. Außerdem entdeckten die Polizisten eine große Anzahl an „Massagesalons“, in denen nicht unbedingt gewöhnliche Massage angeboten wurde.
Einer der Salons befindet sich in der Karl-Marx-Straße. Laut dem Schild soll es sich um einen "Heilungssalon" handeln. Tatsächlich werden dort Sexdienste zu erschwinglichen Preisen - 500 Rubel (ca. 40DM) pro Stunde - angeboten. Die Mädchen selbst bekommen von dieser Summe 200 Rubel (ca. 16 DM). Die Polizei ließ die Inhaberin, Frau N., zur Vernehmung in die Polizeidienststelle kommen. Ihre Aussage zeigte, dass Dokumente und die Lizenz gesetzeskonform waren. Das Schema, nach dem solche Salons funktionieren, ist einfach. Sie geben eine Anzeige mit Telefonnummer in einer Zeitung auf. Zunächst ruft der Kunde an und erkundigt sich nach dem Preis. Sobald man sich geeinigt hat, erklärt der Kunde wohin das Mädchen zu fahren ist: nach Hause, ins Hotel oder in eine Sauna. Die meisten Prostituierten sind HIV-infiziert und drogenabhänig. In der Polizeikartei sind ca. 900 Straßenmädchen aufgeführt. Die Polizisten kennen viele bereits von früheren Razzien. Während der jüngsten Aktion wurden 27 neue Mädchen erfasst. |
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